Whisky teilen | Teil 2

In vorherigen Beitrag hatte ich beschrieben, dass Flaschenteilungen oder die Abgabe von Samples nicht nur dem Empfänger, sondern auch dem Teilenden erlauben, häufiger mal einen neuen Whisky zu kaufen, da ja andere die Kosten mittragen. Das alleine würde aber kaum den recht hohen logistischen Aufwand rechtfertigen vom Besorgen der Fläschchen über das Prüfen des Geldeingangs bis zum Versand.

Für mich ist es das Abfüllen an sich, das ich immer wieder zelebriere.

  • Das Bewerben der Teilung in Foren, Facebook oder Instagram
  • Das Entwerfen der Etiketten, im Fall meines Adventssets besonders kreativ
  • Das Abfüllen der Samples mit Messzylinder und Trichter aus Glas, wobei der Whisky wunderbar duftet

Das Bild zeigt diese Szene am Sonntagmorgen, nachdem ein Interessent am Vortag eine schöne Vielfalt von sechs Whiskys bestellte, angeführt vom 12 Jahre alten „Longrow RED“ aus Fresh Pinot Noir Casks und dem hochaktuellen 22 Jahre alten „Ardbeg Twenty Something“.

Advent

Vier spezielle, leckere Whiskys zu Advent und Weihnachten.

Warum nicht 24, so wie es 24er Bierkisten-Adventskalender gibt? Erstens wäre es sehr aufwändig und teuer, 24 kleine Sample-Fläschchen zu befüllen, und zweitens möchte man nicht unbedingt jeden Tag Whisky trinken. Deshalb lieber an jedem Adventssonntag ein Fläschchen öffnen, und warum nicht auch noch mal den von letzter Woche probieren, und war der von vorletzter Woche nicht auch so lecker?

Zusammengestellt habe ich

  • Ballantine’s Christmas Reserve
  • Glenfarclas 2008/2017 Christmas Edition Oloroso Sherry Casks
  • Mackmyra Vinterglöd
  • Big Peat Christmas Edition 2018 in Fassstärke

Ich biete diese Sets für 36 EUR inkl. Porto und Sendungsverfolgung zum Selbstkostenpreis auf Facebook und im whisky.de-Forum an.

Mackmyra

Der erste Mackmyra wurde 1999 gebrannt. Die aktuelle Mackmyra-Destillerie wurde 2010 gegründet. Inspiriert durch einen exzellenten Artikel in whic.de kaufte ich mir folgende vier Whiskys:

Ten Years

Einer, der – wenn man mal nachrechnet – komplett aus der alten Destillerie stammt. In Bourbon-, Oloroso- und neuen American Oak-Fässern gereift.

Svensk Ek | „Schwedische Eiche“

Ohne Altersangabe und somit vermutlich ganz oder großenteils aus der neuen Destillerie stammend. Sie erwähnen amerikanische ex-Bourbon-Fässer, betonen aber auch die Verwendung von 10% schwedischen Eichenfässern.

Svensk Rök | „Schwedischer Rauch“

Ein angenehm leicht rauchiger Whisky mit der Besonderheit, dass nicht nur schwedischer Torf, sondern auch heimische Wacholderzweige zum Darren des Malzes verwendet wurden. (Mein Beitrag „Torfrauch“ beschreibt das etwas näher.)

Vinterglöd

Darauf muss man erst mal kommen. Für diesen Whisky wurden neben Pedro Ximénes Sherry-Fässern auch Glögg-Fässer eingesetzt, also Fässer, die zuvor schwedischen Glühwein enthielten. Lecker!

Sehr schönes Beispiel für vier durchaus unterschiedliche Whiskys, von denen aber keiner unangenehm aus dem Rahmen fällt. Ebenfalls positiv zu vermerken: Mackmyra ist grundsätzlich ungefärbt und nicht kühlgefiltert.

In Flaschenteilungsforen auf whisky.de und Facebook biete ich 100ml-Samples zum Probieren an, gerne im 3er- oder 4er-Set.