Nosing Glass

Nosing Glass

Dieses Glas zum Genießen meiner Whiskys bekam ich zum Geburtstag geschenkt. Wunderschön!

Cullen Skink with a Twist

With a Twist

Cullen Skink is a thick Scottish soup made of smoked haddock, potatoes and onions”, sagt Wikipedia.

An anderer Stelle gibt es mein Rezept zur „original“ Cullen Skink Soup. Hier nun eine Variation, inspiriert von Ian Watson vom Cullen Bay Hotel. Seine Cullen Skink with a Twist wurde immer wieder ausgezeichnet als weltbeste Cullen Skink Soup. In Ians Küche kochte Tim Mälzer sie im Rahmen der Serie Kitchen Impossible nach. Ich habe mir Notizen gemacht, sie danach zubereitet und dabei dieses Rezept geschrieben.

Ich nehme je zur Hälfte geräucherten und ungeräucherten Fisch, und statt Haddock (also Schellfisch) kann man durchaus auf besser verfügbare Sorten ausweichen. Einfach mal an der Fischtheke fragen, welcher Fisch mit festem Fleisch sich für eine Fischsuppe am besten eignet.

Zutaten für 3 Personen zum Sattessen, reicht für 4-5 Personen als Vorspeise:

    • 200 g geräucherter Fisch (beispielsweise Heilbutt- oder Lachssteak)
    • 200 g ungeräucherter Fisch (beispielsweise Kabeljaufilet)
    • 1 Lorbeerblatt
    • 1 große Zwiebel, fein gewürfelt
    • 1 Frühlingszwiebel, in Ringe geschnitten
    • 3 große Kartoffeln, geschält und ca. 1 cm klein gewürfelt
    • 1 große Süßkartoffel, geschält und ca. 1 cm klein gewürfelt
    • 60 g Butter
    • 2 Knoblauchzehen
    • 20g Ingwer
    • 1 Chilischote, in Scheiben geschnitten
    • 100 ml Sherry
    • 100 ml Sahne
    • 200-300 ml Vollmilch
    • 100 ml Portwein
    • 1 EL Zucker
    • Salz
    • Pfeffer

Den Fisch zusammen mit dem Lorbeerblatt in einen großen Topf legen und nur so viel kaltes Wasser hinzugeben, dass er gerade so bedeckt ist. Vorsichtig zum Kochen bringen, ausschalten und 15 Minuten bei geschlossenem Deckel ziehen lassen. Den Fisch herausnehmen und den Fischsud aufheben. Eventuelle Gräten und das Lorbeerblatt entfernen, den Fisch in mundgerechte Stücke zerlegen und beiseitestellen.

Cullen Skink with a Twist
Cullen Skink with a Twist

Zwiebel, Frühlingszwiebel, Kartoffeln und Süßkartoffel mit der Hälfte der Butter anschwitzen und dabei kräftig salzen. Knoblauch, Ingwer und Chili dazugeben, dann mit Sherry ablöschen. Mit dem Fischsud auffüllen, aber wieder nur so viel, dass das Gemüse gerade so bedeckt ist. Im geschlossenen Topf bei niedriger Hitze garen. Anschließend 3 Esslöffel des Inhalts beiseitestellen und den Rest mit der anderen Hälfte der Butter fein zerstampfen. Die Sahne und so viel von der Milch hinzugeben, dass eine dicke Suppe entsteht. Für ein paar Minuten leicht köcheln lassen.

Portwein und Zucker bei mittlerer Hitze einkochen, sodass ein Sirup entsteht.

Zum Schluss die zuvor beiseitegestellten Kartoffel- und Zwiebelwürfel sowie den Fisch hineingeben. Nochmals kurz erwärmen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Den Portweinsirup getrennt servieren. Soll sich jeder Gast selbst darübergießen, denn – wenn man ganz ehrlich ist – die Cullen Skink Soup hat ohne den Portweinsirup eine schönere Farbe.

Dazu passt ein kräftiges Brot, beispielsweise das Roggenmischbrot aus Sauerteig mit dunkel gebackener Kruste von Best Worscht in Town. Und ein rauchiger Highland Single Malt aus Cullens Nachbarschaft, beispielsweise ein Glendronach. Oder Islay. Islay geht immer.

Slàinte Mhath!
Dirk

PS: Tipp: Man kann zwei Dinge prima vorbereiten. Sherry mit Knoblauch, Ingwer und Chili vorher ansetzen. Solche Flaschen hatte auch Ian Watson in seiner Küche rumstehen. Und den Portweinsirup schon vorher auf Vorrat mit Zucker einkochen.

Hier das Rezept zum Herunterladen:
PDF | Cullen Skink with a Twist

Buy Local

Radtour und Whiskykoch

Über eine vorgestern entdeckte Nachricht freute ich mich besonders:

Der Whiskykoch in Darmstadt öffnet – wenn auch mit eingeschränkten Öffnungszeiten – sein Ladengeschäft wieder ab heute. Alles konform mit den geltenden gesetzlichen Corona-Regeln, die u.a. den Spirituosenhändlern einen solchen Modus erlauben. Das Zubereiten von Mahlzeiten für den Verzehr zuhause – anstelle von kulinarischen Events oder spontanen Restaurantbesuchen – hatte es ja schon seit einer Weile gegeben, half mir aber nicht, was das Stöbern nach neuen Whiskys angeht.

Modautal
Modautal

Also heute gleich hin, am Ende einer schönen Radtour an den Rändern des nördlichen Odenwalds mit MTB und eBike. Und Marion Pepper hatte wie immer ein gutes Händchen bei ihren Empfehlungen und das nötige Hintergrundwissen.

So ist dieser von A.D. Rattray abgefüllte „geheime“ Blended Malt Scotch Whisky Bessie Williamson gewidmet, einst First Lady von Laphroaig und damals außerordentlich erfolgreich in einer von Männern dominierten Zunft. Welche anderen Distilleries darin vertreten sein mögen, weiß ich nicht. Jedenfalls lecker! Gute Kombi von Rauch und Sherry.  Und halte ich nicht sowieso immer Ausschau nach solchen seltenen, unabhängig abgefüllten, ungefärbten Laphroaigs?

Ebenfalls überzeugend finde ich den Wolfburn Latitude aus Schottlands nördlichster Festland-Destillerie in Thurso. Leicht rauchig und leckere Vanillearomen. Wer meine Vorliebe beispielsweise für den Balvenie 12 Years Single Barrel kennt, weiß, was ich meine. Auf dem Etikett des Wolfburn Latitude wird zwar nicht First Fill erwähnt, aber die verwendeten Bourbon-Fässer leisteten jedenfalls ganze Arbeit!

Auf den letzten Metern machten die Bremsbeläge am eBike endgültig schlapp. Das Titelfoto entstand beim Auswechseln derselben im heimischen Garten. Soll mal einer sagen, dass Männer nicht Multitasking können.

Slàinte Mhath!
Dirk

PS: Alles Gute, Marion und Chris, fürs weitere Bestehen in dieser schwierigen Lage, und wir freuen uns auf zukünftige Besuche in Laden und Restaurant mit der gewohnten herzlichen Begrüßung. 🙂 Und ohne Mundschutz in schottischem Tartan. 😉

Lachs-Tatar mit Limettencreme

Lachstatar mit Highland Park

Ist das ein schottisches Gericht? Wohl eher nicht. Warum denke ich dennoch, dass es der angemessene Begleiter für einen 23 Jahre alten Highland Park ist?

Diesen wunderbaren Highland Park, abgefüllt von A.D. Rattray, hatte ich zusammen mit einem gleichermaßen überzeugenden 17 Jahren alten Highland Park von Gordon & MacPhail bereits vor einer Weile vorgestellt, beides unabhängige Abfüller – und beide Whiskys recht hochpreisig.

Ein vor wenigen Tagen ausgestrahlter Fernsehbericht über die Orkney-Inseln (vielleicht auch eine Wiederholung) machte mich erneut neugierig auf diese Inselgruppe. Es hieß, dass sich ein großer Teil der Bewohner den Norwegern näher fühlt als den Schotten, und tatsächlich spiegelt sich das auch in den nordischen Familiennamen wider, und auch die Highland Park Distillery pflegt dieses Image ja stetig auf ihrer Website und bei der Namensgebung für ihre Originalabfüllungen.

Zutat "Roher Bio-Lachs"
Zutat „Roher Bio-Lachs“

Warum also nicht mal ein Gericht aus rohem Lachs, den man eher in Norwegen ansiedeln würde, mit einem Highland Park von den Orkneys kombinieren!

Zugegebenermaßen stammt das Rezept nicht von mir. Wenn interessiert, teile ich gerne den Link zum Originalrezept. Sprecht mich über die Emailadresse des Impressums an oder über meine Facebook-Seite namens ganzeinfachwhisky.

Und möchte jemand einen der beiden Whiskys probieren, dann schaut hier nach, ob ich noch welchen zum Teilen habe.

Slàinte Mhath!
Dirk

Distilleries of Scotland

Scotland

Beim Markieren aller besuchter Destillerien fällt Folgendes sofort ins Auge:

Islay hat’s uns angetan. Speyside wohl eher nicht, obwohl die Dichte dort am höchsten ist. Die Glenfiddich-Führung in 2016 übrigens fanden wir sehr lohnenswert, also daran liegt’s nicht.

Diese schöne Karte gibt’s bei whic.de. Hochaktuell, aus 2020.

Distilleries
Distilleries

Diese vier „Neuen“ habe ich gleich gefunden. Sie produzieren bereits, verkaufen aber (noch) keinen Single Malt, weil zu jung:

    • Meine erste Suche galt Ardnahoe, relativ neu auf Islay; da schauten wir im Urlaub 2019 rein auf dem Weg nach Bunnahabhain.
    • Außerdem Lagg, die neue Destillerie auf Arran, die sich auf rauchigen („peated“) Whisky konzentrieren wird. Auf der Merkliste für den nächsten Urlaub!
    • GlenWyvis in Dingwall, dort sind wir Shareholders, wenn auch nur mit einem winzigen Anteil.
    • Und last-but-not-least die Isle of Harris Distillery, wo demnächst ein Whiskyfass für mich abgefüllt und reifen wird!

Noch etwas wird deutlich:

Wir kennen schon viele, haben aber gleichzeitig sooo viele noch nicht gesehen. Wird Zeit, dass wir wieder hinfahren!

Slàinte Mhath!
Dirk