21jähriger Inchgower mit Sherry Finish

Ich mag diese Serie der Amazing Whiskies, gerade deshalb, weil es welche sind, die außerhalb meines Fokus liegen. So auch in diesem Fall. Speyside. Inchgower.

Der Whisky kommt sehr ausgewogen rüber. Er ist warm und vollmundig, und der Alkoholgehalt von 59,3% vol. hinterlässt keinerlei Brennen im Hals – obwohl ich nur wenig Wasser hinzu gab. Außerordentlich angenehm. Wie intensiv dieser Whisky ist, zeigte sich auch darin, dass ich ihn zusammen mit einem Guinness genoss, und er hielt locker stand.

Liegen die Herkunftsregion und die Abwesenheit von Rauch auch abseits meiner üblichen Linie, so treffen diese Kriterien hingegen voll ins Schwarze: Fassstärke und der Verzicht auf Kühlfiltrierung und Farbstoff.

Will man ein Haar in der Suppe suchen, findet man auch eines: Ich mag das Label nicht. Aber das mag Geschmacksache sein.

Seit heute gibt’s den Whisky bei whic.de zu kaufen. Mit über 90€ nicht billig, aber schließlich erhält man dafür einen sehr leckeren, im Sherryfass nachgereiften Whisky, dem man insgesamt 21 Jahre gönnte und den man dann in Fassstärke in nur 186 Flaschen abfüllte. Das hat was!

Slàinte Mhath
Dirk

War of the Peat – Episode IV

Schon zu Beginn beim Ankündigen der 13teiligen War of the Peat-Serie hatte whic.de unter anderem Ledaig genannt. Oder hatten sie Tobermory gesagt? Egal. Die Tobermory Distillery auf der Isle of Mull produziert sowohl rauchige als auch nichtrauchige Whiskys. Und die rauchigen heißen Ledaig.

Meinen ersten Ledaig trank ich 2016 im Pennan Inn auf Empfehlung des Barkeepers, und er schmeckte mir sofort. Und seither probierte ich weitere, sowohl deren reguläre 18jährige Originalabfüllung als auch verschiedene unabhängige Abfüllungen.

Dieser 12jährige aus einem Refill Sherry Butt, ohne Kühlfiltrierung oder Farbstoff in Fassstärke mit 58,5% abgefüllt, wurde mit kräftigen Worten angekündigt: „Schwaden von Holzrauch“ und „räuchernder Speck“.

Ledaig

Zunächst war ich skeptisch, aber bereits beim Entfernen der Schrumpfhülse vom Schraubverschluss des Samples strömten mir genau solche Aromen entgegen. Und auch der Geschmack überzeugt. Dieser Ledaig braucht sich hinter keinem der heftigen Islay-Whiskys zu verstecken.

Für diesen Whisky wird ein stolzer Preis aufgerufen, dennoch habe ich mir bei Erscheinen am 21. Juni 2020 sofort eine Flasche gekauft, da er mir außerordentlich gut schmeckte.

Slàinte Mhath
Dirk